Der Förderverein Gaszentrale Unterwellenborn e.V. - Die Sanierungen in der Gaszentrale -
Die Schliessung der Maxhütte 1992 Die Gesellschaft Arbeit und Umwelt Die Gründung des Fördervereins Erhaltungsmaßnahmen 1997 bis 2000 Die Nutzungskonzeption des Fördervereins Ausstellungen in der Gasmaschinenzentrale Die Sanierung der Gasmaschinenzentrale Ziel und Projekte des Fördervereins Mitglied im Förderverein werden... Zurück zur Startseite
Bereits 1996 waren durch die Firma Projektmanagement Unterwellenborn im Auftrag der LEG unter dem Titel "Schauobjekt Gaszentrale" Vorstellungen zu Sanierungsarbeiten in der Gasmaschinenzentrale erarbeitet worden. Die angesetzten Gesamtkosten von mehr als 200.000 DM verhinderten zunächst den Beginn der Arbeiten. Es waren auch nur Innenarbeiten vorgesehen. Vorausgegangen waren die Abrisse des Sozialanbaus im Westen und des Südanbaus. Damit waren in der Gasmaschinenzentrale keine Sozialeinrichtungen mehr vorhanden. Durch Unterbrechung des Trink-und Abwassersystems war die Gasmaschinenzentrale von diesen Medien abgeschlossen. An der Südseite waren durch die Abrisse Öffnungen entstanden, die für den Winter 1996/97 Gefahren für den Erhalt der Denkmalobjekte heraufbeschworen. In Eigenleistungen des ABM-Projekts mit Finanzierung der notwendigen Materialien durch die LEG konnten die größten Gefährdungen beseitigt wer- den. Eine Sanierung vor allem der Südfassade war aber dringend erforderlich, um einen Verfall zu verhindern. Mit der 1997 erfolgten Sanierung der Südfassade durch die GAUS konnten allerdings wegen zu geringer Mittel nur Öffnungen geschlossen werden, die im Zusammenhang mit dem Abriss des Anbaus entstanden waren. Nach wie vor fehlten Sozialeinrichtungen und Räume zum Aufenthalt von Personen. Durch marode Fenster konnte die Taubenplage nicht beherrscht werden und es entstan- den immer wieder neue Schäden durch Witterungseinflüsse. Mitte 1999 fand unter Teilnahme der Oberen und der Unteren Denkmalbehörde sowie des Fördervereins ein Gespräch im Beratungshaus der LEG mit dem Ziel statt, alle zur Erhaltung der Gasma- schinenzentrale als Schaudenkmal erforderlichen Maßnahmen zusammen zu fassen. Sowohl vom Förderverein als auch von den anderen Beteiligten wurden die notwendigen Arbeiten wie: • Sanierung derAußenfassade und insbesondere der Fenster und Türen, • Abriss von unnötigen Einbauten und Leitungen im Innern, • Sicherung der Medienversorgung des Gebäudes, • Gewährleistung der Besuchersicherheit durch Reparatur der Treppen und Wege disku- tiert und ein Mindestprogramm bestätigt.
Die Sanierung der Gasmaschinenzentrale
Sanierung des Aussenputzes 2001
Treffen der AG zu Restaurierungs- und Werterhaltungsmaßnahmen - Feb. 2001
Über 400 Gäste kamen zur Wiedereröff- nung der Gasmaschinenzentrale am 20. Oktober 2001
Auf dieser Grundlage wurden von der Firma Projektmanagement im Auftrag der LEG eine Komplexmaßnahme im Rahmen der Arbeitsförderung zur Sanierung des Gasmaschinenzentrale erarbeitet und bei den Fördermittelgebern eingereicht. Von der LEG wurde das Weimarer Architekturbüro Schirmheck & Weber mit der architektonischen Gestaltung und Begleitung der Baumaßnahmen beauftragt. Die Ausschreibungsunterlagen erarbeitete die Firma Projektmanagement Unterwellenborn. Nach Bestätigung der Maßnahme und Übernahme des Eigenanteils an der Finanzierung durch die LEG erhielt die Unterwellen- borner Firma GAUS den Zuschlag für die Ausführung. Mit der Bauüberwachung wurde Projektmanagement beauftragt. Für die Sicherung des Denkmalschutzes und die fachgerechte Restaurierung war der bereits bewährte Restaurator Bernhard Mai zuständig. Die Maßnahme hatte eine Laufzeit vom Dezember 2000 bis zum September 2001 und war für 20 Arbeitnehmer als Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) bewilligt. Bis zum 1. Dezember 2000 wurden diese 20 Beschäftigten in der GAUS zusätzlich eingestellt. Die Arbeiten wurden in 6 Objekten zusammengefasst: 1. Entkernungs- und Abrissarbeiten vor allem im Fundamentbereich, Betonieren des Eingangsbereichs Ost, Pflasterarbeiten am West- und Osteingang, Beräumung der Schaltstation und Aufarbeitung der Stahltreppen 2. Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation einschließlich Fenster- und Türeinbau 3. Anstricharbeiten der Dachbinder und der Dachlaterne 4. Sanierungsarbeiten Fassade mit teilweiser Putzerneuerung, Reparatur der Fenstersimse, Beseitigung von Resten der Anbauten, Anstricharbeiten 5. Sanierungsarbeiten Fenster, Türen und Tore 6. Elektroinstallation Im wöchentlich zusammenkommenden Baustab war der Förderverein immer vertreten. Die Vertreter des Fördervereins versuchten auf eine termin- und qualitätsgerechte Bauausführung bei größtmöglicher Schonung der Ausstellung hinzuwirken. Die wichtigsten Ausstellungsobjekte wurden durch Verpackung mit Folie geschützt. Den eingesetzten Mitarbeitern wurde die Ausstellung erläutert und ein reibungsloses Zusammenwirken mit den vom Förderverein initiierten ABM in Trägerschaft des Bildungszentrums, die neben den Sanierungsarbeiten weiterliefen, organisiert. Die vom Verein ermöglichte Krannutzung und Nutzung der Draisine in der Dachlaterne war die Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Sanierung der Dachbinder und der Dachlaterne. Die Nutzung der vom Verein erhaltenen Werkstatt ermöglichte die Selbstfertigung von Fenstern. Schließlich entwickelte sich ein gutes Miteinander aller am Sanierungsprojekt Beteiligten. Es wurde der Beweis angetreten, dass auch komplizierte und komplexe Projekte im Rahmen von Arbeitsförderprojekten realisiert werden können. Besondere Auseinandersetzungen gab es um die Farbgestaltung der Fassade. Das von der OberenDenkmalbehörde ent- schiedene Rotbraun, das an die Fasadenfärbung durch den Auswurf der Sinternlage erinnern sollte, war nicht jedermanns Sache. Die Rekonstruktion des alten Spruches an der Nordseite konnte nur durch die schöpferische Mitwirkung unseres Vereinsfreundes Siegfried Geigenmüller gelingen. An der vom Förderverein organisierten Veranstaltung zur Wiedereröffnung der Gasmaschinenzentrale nach der Sanierung am 20. Oktober 2001 nahmen mehr als 400 interessierte Gäste teil. Ein wesentlicher Schritt zur nachhaltigen Sicherung der Gasmaschinenzentrale ist auch der 2008 fertiggestellte Multifunktionsraum im östlichen Untergeschoss, der beitragen wird, eine erweiterte Nutzung, die die Kosten decken hilft, zu sichern.
Der Kassen- und Büroeinbau im Eingangs- bereich - eingeweiht im März 2004
Der neue Multifunktionsraum bietet vielfäl- tige Möglichkeiten für Veranstaltungen und Feiern auch im kleineren Rahmen