Der Förderverein Gaszentrale Unterwellenborn e.V. - Die Ausstellungen in der Gaszentrale -
Die Schliessung der Maxhütte 1992 Die Gesellschaft Arbeit und Umwelt Die Gründung des Fördervereins Erhaltungsmaßnahmen 1997 bis 2000 Die Nutzungskonzeption des Fördervereins Ausstellungen in der Gasmaschinenzentrale Die Sanierung der Gasmaschinenzentrale Ziel und Projekte des Fördervereins Mitglied im Förderverein werden... Zurück zur Startseite
Die Ausstellungen in der Gaszentrale
Nach der Stilllegung 1992 bildete der unter Denkmalschutz stehende Gasdynamo die Ursache und die im gleichen Jahr im Rahmen von Arbeitsförderprojekten begonnene Sammlung erhaltenswerter Objekte den Ausgangspunkt für die Ausstellungen in der Gasmaschinenzentrale. Schon der Name der ersten ABM in der Gasmaschinenzentrale deutet darauf hin, dass der Aufbau eines Technikmuseums mit den in der stillgelegten Maxhütte vor einer Ver- schrottung bewahrten Objekten Ziel der Arbeiten war. Der Produktionsablauf der still- gelegten Maxhütte sollte an Hand der gesammelten Objekte sichtbar und erlebbar nachgestaltet werden. Die erste Konzeption zum Aufbau einer Ausstellung sah eine Gestaltung in 2 Teilen entsprechend der zum damaligen Zeitpunkt vorhandenen Gegebenheiten vor. Im Teil 1 wurde der Bereich Erzaufbereitung, Hochofen und Gießhalle dargestellt. Folgende Exponate waren dafür gesichert worden: - Hängebahn(Wagen, Abschnitt, Führungsbahn) -  Mischkollergang, - Windversorgung (Düsenstock. Krümmer, Scharnier, Blasform, Düsenspitze, Schieber     Heißwindleitung u.a.), - Hochöfnerwerkzeug, - Teile der Hochofenschaltwarte, - Fallwerkskugel und -magnetkran Im Teil 2 stand der Gasdynamo DT 14 als Kernstück der Techniksammlung im Mittelpunkt. An Nebenanlagen und -aggregaten waren vorhanden: - die historische Schaltwarte, - 2 Erregermaschinen, - 2 Zündumformer, - 2 Anfahrkompressoren, - 4 Druckluftflaschen für je 8 Kubikmeter, - Ansaug- und Auspuffleitungen.
Von der Oberen Denkmalbehörde in Auftrag gegeben wurden vom Restaurator Bernhard Mai Gutachten und Arbeitsvorschrif- ten zu Erhaltungsarbeiten an den zur Ausstellung vorgesehenen Objekten vorgelegt und im Rahmen von Arbeitsfördermaß- nahmen die Restaurierungsarbeiten von der GAUS durchgeführt. Mit Herrn Mai entwickelte sich eine konstruktive mehrjährige Zusammenarbeit, die entscheidend für die Erhaltung derDenkmalobjekte war. Viele Widrigkeiten waren zu überwinden. Neben der Reinigung und Konservierung derObjekte mussten geeignete Aufstellorte in der Halle vorbereitet werden, Gerüste zur Sicherheit für Besucher geschaffen, Beleuchtungen angebracht und letztlich Beschriftungen an den Objekten vorbereitet und angebracht werden. Mit viel Initiative, vor allem durch den letzten Mitarbeiter der Gasmaschinenzentrale, Lothar Krauße, konnten immer wieder Lösungen und auch Provisorien gefunden werden. Fenster wurden selbst gefertigt und angebracht, alle Konservierungsarbeiten nach den vom Restaurator vorgegebenen Anleitungen durchgeführt, eine Lösung für den Vorführbe- trieb des Gasdynamos entwickelt und die Werkstatt in einen nutzbaren Zustand versetzt. Parallel dazu wurden erste Führungen gestaltet und Möglichkeiten zum Vorführen der bei der Stilllegung und dem Abriss der Maxhütte von Michael Goschütz gedrehten Videofilmen geschaffen. In einer Reihe von Lehrgängen und Seminaren erwarben sich die in den ABM-Projekten tätigen Mitarbeiter Ruth Ströhl, Margitta Bialetzki und Lothar Krauße das nötige Rüstzeug. Von besonderer Bedeutung war die Gestaltung des Umfelds der Gasmaschinenzentrale im Zusammenhang mit der Vorberei- tung der Verlegung der Bundesstraße B 281. Von Beginn der Projektierungsarbeiten an konnte erreicht werden, dass eine Reihe von erhaltenen Großobjekten aus den Abrissen und Demontagen als Industriedenkmale entlang der neuen Straßen- führung durch das ehemalige Betriebsgelände zur Aufstellung kommen bzw. wie die Röstöfen restauriert und erhalten werden. Der Bau der Stützmauer an der Ostseite der Gasmaschinenzentrale ermöglichte die Straßengestaltung um das Schaudenkmal herum. Im Westen praktisch als Wegweiser für die Ausstellungen in der Gasmaschinenzentrale wurde der letzte der noch erhalten gebliebenen Stahlwerkskonverter aufgestellt. Der Westknoten ermöglichte eine optimale Verkehrsanbindung an die B 281 und die Anlage von Parkplätzen an der Nord- und Ostseite des Gebäudes waren erste Voraussetzungen für eine erweiterte Nutzung des Gesamtobjektes. In der Halle konnten in den Folgejahren die Ausstellungen schrittweise erweitert werden. Die Exponate des Traditionskabinetts aus dem Kulturpalast fanden ihren Platz im Einbau an der Nordwestecke der Halle. Der Produktionsablauf wurde durch Exponate aus den Stahlwerken, dem Walzwerk sowie aus Nebenbereichen komplettiert und ergänzt. Ein weiterer Meilenstein der Entwicklung der Ausstellungen war die Aufstellung der vom Geschichtsverein geschaffenen Tafeln zur Geschichte der Maxhütte im Rahmen der Veranstaltungen zu "125 Jahre Stahlerzeugung in Unterwellenborn" und "5 Jahre Stahlwerk Thüringen." Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines Ausstellungsteils "Stahlwerk Thüringen" durch den Geschäftsführer des Stahlwerks, Herrn Dr. Dengler, am 20. Oktober 2001 anlässlich der Wiedereröffnung der Gasmaschinenzentrale. Ein ausge- sondertes Originalgerüst der Formstahlstraße sowie Teile der Stranggießanlage demonstrieren neben einem Modell des neuen Stahlwerks und einer Reihe neuer Schautafeln die neue Technologie im Stahlwerk Thüringen und die Entwicklung des Stahl- standortes seit 1992. Eine ganze Reihe von Ausstellungen haben in den vergangenen Jahren in der Gasmaschinenzentrale stattgefunden. Erster Höhepunkt des Jahres 2008 war das "Stationärmotorentreffen" im März, das inzwischen alle zwei Jahre  viele interessierte Besucher aus Deutschland und auch aus dem Ausland anlockt. Seit 2007 findet regelmässig jedes Jahr eine spartenoffene Modellbauausstellung statt, die inzwischen zu einem festen Bestandteil des regionalen Ausstellungskalenders geworden ist. Dazu zählt auch die von Siegfried Geigenmüller initiierte Bien- nale-Kunstausstellung “AURA”, er er regionale Laien- und Berufskünstler ihre Werke präsentieren. 2014 kam, nachdem die Bestände der ehemaligen Maxhüttenbibliothek auf die Nordseite der Halle verlegt wurde, als weiterer Ausstellungsbereich eine Ausstellung zum Thema “Erneuerbare Energien” dazu. Diese Austellung wurde mit Unterstützung der Landesregierung aus Lottofördermitteln komplett durch Vereinsmitglieder selbst gestaltet. 
Reinigungsarbeiten in der Halle 1991
Rückbau der Fernwärmeanlage
Tag des offenen Denkmals 1991
Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen im Mai 2006
Das erste Stauchgerüst der Walzstraße der SWT war bis Juli 2006 noch im Einsatz