Der Förderverein Gaszentrale Unterwellenborn e.V. - Die Nutzungskonzeption für die Gaszentrale -
Die Schliessung der Maxhütte 1992 Die Gesellschaft Arbeit und Umwelt Die Gründung des Fördervereins Erhaltungsmaßnahmen 1997 bis 2000 Die Nutzungskonzeption des Fördervereins Ausstellungen in der Gasmaschinenzentrale Die Sanierung der Gasmaschinenzentrale Ziel und Projekte des Fördervereins Mitglied im Förderverein werden... Zurück zur Startseite
Schul-Projekt-Tag im Oktober 1990
Schüler in der Schmiede, Okt. 1990
ZinngießenOktober 1990
Die Aufgabe, eigene Strategien zur Erhaltung der Gasmaschinenzentrale zu entwickeln, hatte u.a. das Ziel, zu verhindern, dass mit einer Schliessung des Objekts aufgrund aus- ufernder Kosten und fehlender Aussichten für eine kostendeckende Nutzung Tatsachen geschaffen werden, die auch die Mitglieder des Fördervereins in ihren Bemühungen entmutigen würden. Einmal für längere Zeit geschlossen führt unweigerlich zum Verfall und endet früher oder später mit dem Abriss. Davon ließen sich die aktiven Mitglieder und der Vorstand bei ihrer weiteren Arbeit leiten. Bereits vor der Bildung des Fördervereins war mit Unterstützung von Dr. Dr. Henniger eine Sammlungskonzeption im Rahmen der ABM Technikmuseum erarbeitet worden, die Ausgangspunkt und Grundlage für die Einlagerung von Objekten in der Gasmaschinen- zentrale und für erste Ausstellungsprojekte war. Von Anfang an war aber klar, dass wei- tere Nutzungsmöglichkeiten für die Gasmaschinenzentrale gesucht werden müssen. Deshalb wurde 1993 von der Oberen Denkmalbehörde das Erfurter Architekturbüro Guggenbichler + Wagenstaller + Ziegenrücker mit einer Nutzungsstu- die für die Schaf- fung eines Industriemuseums beauftragt. Nach mehreren Beratungen wurde die Studie wegen der zu erwarteten hohen Aufwendungen für eine Realisierung nicht weiter verfolgt. Auch der Begriff "Industriemuseum" sollte nach einer Orientierung der LEG im öffentlichen Sprachgebrauch, wohlaus Fördergründen, nicht mehr verwendet werden. Im Rahmen der ABM Technikmuseum wurden von Frau Ströhl und Frau Bialetzki Ende 1995 Nutzungsvarianten für eine öffentliche Nutzung der Gasmaschinenzentrale vor- gelegt. Die Arbeit ging vom tatsächlichen Zustand im Objekt nach der Stilllegung aus und entwickel-te praktische Vorschläge zur Schaffung dernotwendigen Voraussetzungen für eine öffentliche Nutzung. Wichtig war dabei der Vorschlag von Übergangslösungen zur Wasserversorgung und Abwasserableitung zur Heizung, für Sanitärbereich und Küche, für Zugang, Sicherheit, Feuerschutz, Versicherung und Außenanlagen. Konzipiert wurde die Darstellung des Produktionsprozesses der Maxhütte im ersten Teil der Ausstellung sowie weitere Ausstellungen zur Geschichte der Maxhütte, Ausstellung von Modellen, der Gemäldesammlung und wechselnder Themen wie Mineralienbörsen, Fotoausstellungen, Firmenpräsentationen usw.
Unter der Zielstellung "Lebendiges Schaudenkmal" wurden sehr konkrete Vorschläge für Nutzung als Jugendclub, gastrono- mische Einrichtung (Weinkeller Hüttengeist), für Vortragsveranstaltungen, Werkstattbetrieb, Trödelmarkt usw. bis in Einzel- heiten ausgearbeitet. Besonders wichtig war der Vorschlag einer Erschließung der Ausstellung und der Exponate für Kinder und Jugendliche und einer engeren Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen. Ab 1996 wurde im Rahmen der ABM- Projekte an der Verwirklichung dieser Ideen gearbeitet. Der Förderverein nahm sich nach seiner Gründung dieser Vorschläge besonders an und suchte in Kontakten mit der LEG. der GAUS, dem Stahlwerk Thüringen und dem Landkreis nach Wegen für eine schrittweise Umsetzung. Gestützt auf diese Arbeit und als Grundlage für Gespräche mit der LEG, der Denkmalbehörde, den Kommunen und poten- tiellen Sponsoren legte der Förderverein im Februar 1997 ein Konzept für das Schaudenkmal Gasmaschinenzentrale Maxhüt-te Unterwellenborn vor. Begründet mit der historischen Rolle der Maxhütte in der Region und der seit 1992 zielgerichtet erfolgten Sammlung von Objekten in der Gasmaschinenzentrale, der Lage an der Bundesstraße und in einem sich entwickelnden Industrie- und Gewerbegebiet wurde der Vorschlag gemacht, die Gasmaschinenzentrale als öffentlich zugängliches Schaudenkmal mit verschiedenen Ausstellungen, die im einzelnen beschrieben wurden, zu entwickeln. Orientiert wurde entsprechend der Finanzierungsmöglichkeiten auf eine schrittweise über mehrere Jahre sich hinziehende Aufbauphase, in der vor allem Arbeitsförderprojekte genutzt werden sollen. Erstmalig wurde die Rolle des Fördervereins als Grundlage für die Sicherung eines kontinuierlichen Betriebs des Schaudenkmals dargestellt. Ein erster Höhepunkt der Arbeit des Vereins war die Präsentation der Gasmaschinenzentrale im Rahmen der Festwoche 5 Jahre Stahlwerk Thüringen und 125 Jahre Stahlstandort Maxhütte Unterwellenborn. Das Projekt Schaudenkmal wurde sowohl durch die Ausstellungsgestaltung in der Gasmaschinenzentrale als auch durch die Darstellung der Gasmaschinenzentrale auf der zentralen Festveranstaltung im Stahlwerk Thüringen für die Öffentlichkeit überzeugend vorgestellt. Intensiv wurde 1997 an einer zusammenfassenden Nutzungskonzeption weiter gearbeitet, deren Entwurf ab Mitte 1997 im Vorstand zur Diskussion stand. Unter dem Titel "Umnutzungsvorschlag Gaszentrale ehemalige Maxhütte Unterwellenborn zu einem multifunktionalen Zentrum Maxeum" konnte ein umfassendes Werk vor-gestellt werden, das gestützt auf alle bisher vorgelegten Konzepte, eine Defizitanalyse der Region und Betrachtung von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Nutzungs-möglichkeiten folgende multifunktionaleNutzungsvorschläge begründete: Museale Nutzung, Kultur und Sport, Werkstätten, Archivale Nutzung und Tourismus. In die Betrachtung wurde auch das Umfeld der Gasmaschinenzentrale einbezogen und Vorschläge zur Anlage von Parkplätzen, zur Verkehrsanbindung und zur Gestaltung der Außenanlagen gemacht.
Die Nutzungskonzeption des Fördervereins
Kuchenbasar in der Gasmaschinen- zentrale. V.n.l.r.: Monika Weedermann, Elfriede Grehl, Anneliese Stößel und Brigitte Spiller
Exponate aus dem ehemaligen Stahlwerk der Maxhütte