Singeklub Maxhütte Unterwellenborn
- Die ständige Internet-Plattform -

Zurück zur Startseite

Zu den Jahren
1975 - 1981

Die Jahre 1972 bis 1974

Ein Hinweis : Wenn Ihr auf die kleinen Fotos klickt, bekommt Ihr sie in einem extra Fenster groß angezeigt...

1972 begann mit ziemlich chaotischen Vorbereitungen auf den 4. Singeklubgeburtstag. Migo hatte
einige musikalische Gäste aus dem internationalen Lehrgang der Jugendhochschule angekündigt,
aber in der FDJ-Leitung der Maxhütte nahm man die ganze Sache ziemlich lasch - bis Peter Deistler,
der auf Urlaub aus Moskau in Unterwellenborn war, sich der Sache annahm und die Organisation des
Geburtstages zum Laufen brachte. Am 10. März kam dann Migo mit einem Bus voller Ausländer an
und tags darauf fand eine tolle Geburtstagsparty im Theatersaal statt.
Nach Beendigung seines Studiums an der Jugendhochschule kam Migo im August zurück und nahm
wieder seine Tätigkeit als Kultursekretär in der FDJ-Kreisleitung wieder auf. Für den Klub insofern gut,
weil es ein Jahr lang Spannungen zwischen Klub und Kreisleitung gegeben hatte. Dort war man der
Ansicht gewesen, den Maxhüttenklub könne man einsetzen, wo man wolle...

Die Fotos : Fotos vom Singeklubgeburtstag,
einem Werbezettel und ein Zeitungsfoto aus
der NBI in Vorbereitung der X. Weltfestspiele

Nachdem im Frühjahr bereits die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten an die DDR vergeben worden waren, bereitete sich auch der Klub auf
dieses große Ereignis vor. Die künstlerische Qualität der Gruppe war zu dieser Zeit sehr hoch. Inhaltlich befasste man sich viel mit internationalem
Liedgut und setzte verstärkt auf den Einsatz von Rock-Elementen, die die Gruppe um Wolfgang Fiedler beisteuerte. Von den neuen Mitgliedern, die in
dieser Zeit in den Klub kamen, ist vor allem Uwe Gutzeit zu nennen, auch wenn er anfangs noch keine große Rolle im Klub spielte... aber seine Zeit kam noch...

1973 Mitte Januar fuhren Bernd und Migo an die Jugendhochschule, um die Gäste für den 5. Singe-
klubgeburtstag einzuladen. Diesmal waren u.a. Gäste aus dem Kongo, Chile und Finnland dabei und
wieder wurde das Programm ein großer Erfolg in einem fast vollen Theatersaal.
Im April wurde Migo aufgrund der Tatsache, daß er sich in seiner Tätigkeit in der Kreisleitung im
wesentlichen nur um die Singebewegung gekümmert hatte sowie ihm unterstellter politischer Unzuver-
lässigkeit (!!!) aus dem Sekretariat geschmissen und nahm eine Tätigkeit als Schlosser in der Dampf-
versorgung der Maxhütte auf. Eine günstige Wendung, wie sich später zeigen sollte.
Neue Mitgleider waren in den Klub gekommen. Unter ihnen Reinhard Heinz, Lutz Kreher, Marika
Hartlapp, Monika Munzert und Sonja Bernd.
Auch Monika Schulze, die schon bald den Nach-
namen Roth tragen sollte... Migo hatte bereits ein Jahr zuvor im November 1972 seine Monika gehei-
ratet, die zwar oft Gast im Klub war, aber nicht mitsang. Mitte April nahm der Klub an einer Fahrt nach
Berlin teil, die der Vorbereitung der Weltfestspiele im Gastgeberbezirk Lichtenberg dienen sollte. Es
kam dabei schon zu spürbaren Spannungen zwischen dem Klub und dem 1. Kreissekretär der FDJ,
die noch jahrelang anhalten sollten...
Vom 12. - 13. Mai fanden die Bezirkswerkstattage der Singeklubs in Gera statt. Migo wurde dabei zum
neuen Mitglied der Beratergruppe berufen. Das Programm, mit dem sich der Klub vorstellte, war, wie
es später in der Einschätzung hieß, "sehr lateinamerika-lastig" und bekam viel inhaltliche Kritik.
damit hätte man leben können... wollte aber nicht. Und so kam es zum Bruch in der Gruppe.

Die Fotos : obere Reihe : Fotos vom 5. Ge-
burtstag - Untere Reihe : Fahrt nach Berlin
im April und Fotos von den X. Weltfest-
spielen.

Wolfgang Fiedler hatte schon seit längerem keine rechte Lust mehr auf den Klub. Das lag zum einen daran, daß er die ständigen Verpflichtungen auf-
grund beruflicher Veränderungen nicht mehr wahrnehmen konnte, zum anderen aber vor allem daran, daß er sich im Klub musikalisch nicht mehr
weiterentwickeln konnte. Wer wollte es ihm verdenken, daß er den Klub verließ. Mit ihm gingen auch Harald Rimpler und zwei, drei andere. Im Hinblick
auf die Teilnahme an den Weltfestspielen war der Verlust des "besten Mannes" und der anderen noch zu verkraften, denn hier ging es ohnehin nur
um das Absingen von "Stimmungsliedern", aber es kam dann die Zeit nach den Weltfestspielen - und da zeigte sich, wie schwer der Verlust wog.
Nach der Sommerpause begann eine sehr lustlose Zeit im Klub. Weder inhaltlich noch künstlerisch gab es Vorstellungen, wohin es gehen sollte. Hinzu kam, daß Migo für fast 6 Wochen ausfiel, weil er sich um seine Tochter kümmern mußte, während seine Frau, die mit dem 2. Kind schwanger war, zu einer Kur weilte. Das Klubleben fiel fast auf den Nullpunkt und nur einige wenige Auftritte hielten den Klub noch aufrecht.

1974 Der Klub hatte einige neue Mitstreiter bekommen. Angelika Kämmer, Annerose Sielaff, Hart-
mut Geichmann
, um nur einige zu nennen. Gesungen wurden die Lieder, die in allen Klubs gesun-
gen wurden. Leiter des Klubs war jetzt Hartmut Gleichmann und Verstärkung gab es durch einige Sol-
daten des Patenregimentes. Auch der 6. Geburtstag des Klubs sollte mit ausländischen Gästen
gefeiert werden - aber alles kam ganz anders. Anfang Februar wollten Hartmut, Migo und ein wei-
teres Klubmitglied an die Jugendhochschule fahren, aber auf der Autobahn baute der Fahrer einen
Unfall, Migo bekam für 2 Monate das Bein in Gips, Hartmut hatte sich das Jochbein gebrochen...
und aus dem Geburtstag wurde nichts.
Die Bezirkswerkstatt in Gera war 1974 ein kompletter Reinfall - kein Klub brachte ein wirklich über-
zeugendes Programm auf die Bühne. Als "Verlegenheitslösung" wurde schließlich Wickersdorf zur
zentralen Werkstattwoche delegiert. Von der Kreisleitung gab es für den Maxhüttenklub Häme und
dumme Sprüche. Aber die Wende war in Sicht...

Die Fotos : Auftritt zur Betriebsdelegierten-
konferenz, in der WEMA, Wochenendfete
in der Portenschmiede, Auftritt zum 25. Jah-
restag der DDR auf dem Markt in Saalfeld
(zusammen mit SK Wickersdorf)

Mit Heidi Müller, Renate Niednerund Sigrid Wenzel waren wieder neue Mitglieder in den Klub gekommen. Migo, von seinem Gipsbein befreit
und voller Groll über die miese Stimmung im Klub, bereitete eine Palastrevolution vor. Der bisherige Leiter wurde abgesetzt und Bernd Roth, Migo und
Jürgen Gumpert übernahmen die Sache wieder selbst. Als erste "kollektivbildende Maßnahme" wurde eine Wochenenfete in einem Maxhütten-Bungalow
am Stausee durchgeführt. Drei Tage später war Migo wieder für 4 Wochen wegen einer Operation außer Gefecht gesetzt, aber in dieser Zeit nahm er
alle Rundfunkberichte von der Werkstattwoche auf Tonband auf. Was da neu war, hieß "DDR - konkret" und bedeutete nichts weiter, als daß man sich
das Ziel gesetzt hatte, nicht mehr allgemeine Liedlein zu singen, sondern Lieder über das zu machen, was der eigene Alltag in der DDR war. Naja...
zumindest über alles, was "erlaubt" war. Wie das schließlich umgesetzt wurde, ist auf den Seiten ab 1975 zu lesen.

Und weiter geht es jetzt auf der nächsten Seite ... Ihr müßt nur oben klicken....