Singeklub Maxhütte Unterwellenborn
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Zu den Jahren
1972 - 1973

Die Jahre 1971 und 1972

Ein Hinweis : Wenn Ihr auf die kleinen Fotos klickt, bekommt Ihr sie in einem extra Fenster groß angezeigt...

1970 - Hundert Jahre zuvor war Lenin, der russische Revolutionsführer geboren worden - für die DDR
natürlich Anlaß zu einer allumfassenden Lenin-Kampagne, von der die Singebewegung natürlich auch
nicht verschont wurde. Der Singeklub hatte durch Migo, Bernd Roth und Frank Müller eine Verbindung
zum Singeklub der Spezial-Oberschule Wickersdorf aufgebaut und erarbeitete mit diesem gemeinsam
ein Lenin-Programm. Aufgeführt wurde es zu den Bezirkswerkstatt-Tagen, die in diesem Jahr in Unter-
wellenborn stattfanden. Frank Müller war zu dieser Zeit bereits Lehrling im VEB Zeiß, Migo war wegen
"Nichteignung für einen pädagogischen Beruf" von der BBS in den Betrieb gewechselt und Gabi
Kaiser
sowie Uschi Degner waren neu in den Klub gekommen.
An der III. Werkstattwoche in Brandenburg nahm der Klub zwar nicht teil ( lediglich Migo war als Beob-
achter dort ), aber dafür am Kultur- und Sportfest des Kombinates in Eisenhüttenstadt. Dort errang er
den ersten Platz, was bedeutete, daß Unterwellenborn 1971 Ausrichter des Kombinatsfestes sein
würde. Im September, nach dem Lehrbeginn, verließen uns natürlich auch einige der "alten" Mit-
glieder, weil sie woanders eine Lehre begannen, es traten allerdings auch wieder einige neue ein.

Die Fotos : Wochenendschulung in Nei-
denberga, Fete mit einer bulgarischen
Delegation, Maxhüttenklub und Wickersdorf
treten gemeinsam zu den Bezirks-Werkstatt-
Tagen auf, polnische Delegation wird verab-
schiedet. / 2 Fotos von der FDJ-Betriebs-
delegiertenkonferenz, 2 Fotos von einem
Besuch beim SK Neuhaus, Fete bei der
FDJ-Leitung der der Maxhütte

Im zweiten Halbjahr 1970 begannen sich im Klub festere Strukturen herauszubilden - Bernd Roth,
Migo und Horst Wieske leiteten den Klub organisatorisch und politisch in Zusammenarbeit mit
der FDJ-Leitung der Maxhütte. Künstlerischer Leiter war Frank Müller. Die wichtigsten musikali-
schen Talente waren jedoch Wolfgang Fiedler und Bernd Möbius. Zusammen mit Harald Rimpler
und Herbert Müller gründeten sie eine Band mit wechselnden Namen ( u.a. Gruppe B). Ihre Be-
schäftigung mit Beat- und Rockmusik hatte natürlich auch ihre positiven Auswirkungen auf den
Klub, der davon profitierte und gegenüber anderen Klubs deutlich künstlerisch Profil zeigen konnte.
Im September erhielt der Klub von der FDJ-Bezirksleitung den Auftrag, zu den Werkstatt-Tagen des
Bezirkes 1971 ein Programm zum Thema "Internationales Arbeiterlied" zu erarbeiten. Diese Aufga-
be fördete ein intensives Befassen mit internationalen Liedern im Klub, es wurden Diskussionen
angesetzt und das Klubleben intensiviert. Neben zahlreichen Auftritten bereitete sich der Klub aber
auch auf seinen dritten Geburtstag im Februar 1971 vor.

Die Fotos : Dokumente aus dem 2. Halb-
jahr 1970

1971 begann zunächst mit der Betriebsdelegiertenkonferenz der FDJ, bei der der Club eine neue
Konzertgitarre geschenkt bekam. Am 13. Februar wurde dann der 3. Geburtstag mit einem großen
Programm im Theatersaal gefeiert. Die Gruppe um Wolfgang Fiedler führte dabei unter anderem auch
"Wer die Rose ehrt" von der Gruppe RENFT auf. Von dieser Veranstaltung gibt es auch eine leider
sehr, sehr schlechte Tonaufzeichnung. (Der Kulturhaustechniker war stockbesoffen...)
Am 1. März verließ Migo die Maxhütte und arbeitete als Sekretär für Kultur/Sport/Touristik in der FDJ-
Kreisleitung Saalfeld. Anfang Mai führte der Klub zur V. Bezirkswerkstatt in Jena sein "Arbeiter- und
Jugendliederprogramm international" auf und wurde zur IV. zentralen Werkstattwoche nach Berlin
delegiert. Das Programm kam dort sehr gut an und erhielt viel Lob....
Einschneidende Ereignisse gab es nach der Sommerpause. Der Klub war inzwischen ein gut gefes-
tigtes Kollektiv mit einem aktiven Klubleben. Gesanglich und musikalisch sowie in seiner künstleri-
schen Aussage war ein erster Höhepunkt erreicht. In dieser Situation verließ Frank Müller den Klub,
weil er zur NVA eingezogen wurde. Migo war für ein Jahr zu einem Studium an die Jugendhochschule
der FDJ nach Berlin gewechselt, aber regelmäßig besuchsweise anwesend. Peter Deistler, der sich
seitens der FDJ-Leitung intensiv um den Klub gekümmert und ihn unterstützt hatte, war ebenfalls ein
Jahr nicht da, weil er in Moskau an der Komsomolhochschule studierte und damit nicht mehr zur
Verfügung stand.

Die Fotos : Betriebsdelegiertenkonferenz
der FDJ Feb. 1971, 3. Singeklubgeburtstag,
25 Jahre FDJ und SED, 2 Dokumente

Trotzdem behielt der Klub sein hohes Niveau bei und seine Auftritte waren regelmäßig von viel Beifall begleitet. Im Klub wurde viel über künstlerische
und politische Themen diskutiert. Impulse dazu kamen auch vom Lyrikzirkel des Kulturhauses, der von Dr. Ewin Kratschmer geleitet wurde.
Einige Mitglieder des Klubs waren im Jugendklub des Kulturbundes aktiv und auch aus dieser Richtung kamen Impulse für die künstlerische Weiter-
entwicklung des Klubs. Wolfgang Fiedlers Band entwickelte sich ebenfalls gut und somit versprach 1972 ein höchst interessantesJahr zu werden...

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